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Mollerstadt – Ein kühlendes, anregend-vielfältiges Viertel Darmstadts // Entwurf!


Entwurf // Der »Ofen« Darmstadts wird zum kühlenden Viertel
mit anregender Vielfalt

Die Mollerstadt ist aktuell das Darmstädter Viertel, welches durch seine dichte Nachkriegsbebauung und mangelnden grünen Ausgleichsflächen oder Bäume, die Innenstadt Darmstadts im Sommer besonders aufheizt. Wir haben uns Gedanken gemacht, wie das Viertel in Zukunft aussehen könnte. Diese Skizzen sind als Diskussionsbeitrag gedacht.

Derzeitiges Erscheinungsbild der Mollerstadt mit dem Dach des Staatsheaters im Vordergrund

Erste Begrünungen durch Rankpflanzen, die über die Strassenzüge gespannt werden

Spanndrähte über Teile der Strassenzüge gezogen ermöglichen ein lichtes Abschatten und erzeugen anregende Lichtspiele. Pflanzen wie Wein, Hopfen, Kiwis oder Glyzinien, etc., verbinden als schwebender »Baldachin« die gegenüberliegenden Häuser miteinander und in variablen Höhen.
Die gespannten Drähte bieten sich an, künstlerische Arbeiten an diese schwebende Galerie zu hängen, ein Straßenfest anzukündigen oder eine besondere Beleuchtung (Weihnachten, Ostern, Heinerfest) daran zu befestigen.

Die unterschiedlich hoch angebrachten »Hängenden Gärten« könnten sehr schnell umgesetzt werden, ohne daß Hausbesitzer überzeugt und Investitionen vornehmen müssen. Die Stadt Darmstadt könnte die Finanzierung dafür übernehmen und mit dem »Grünen Umbau« des Mollerviertels beginnen.

Ein kühlendes, lebenswertes und gemischtes Viertel entsteht

Vision der zukünftigen Mollerstadt mit umfangreicher Begrünung und energetischer Nutzung von Sonne und Wind

Dachflächenbegrünung, vertikale Begrünungen, Balkonkästen, Pflanzwände (-> Citytunnel) und Baumpflanzungen bilden die Basis. Photovoltaik (blaue Flächen) oder horizontale, auf den Dächern installierte Windräder ergänzen das Viertel hin zur Strom- oder Wärmeproduktion.

Die Mollerstadt bekommt durch die begrünende Strukturierung ihren eigenen, vielfältigen Charme und kann sich durch die Mischung aus innerstädtischer Geschäftigkeit und Wohnort zu einem besonders lebenswerten Viertel entwickeln.

 Ein Baukasten an Möglichkeiten

Acht »technische« Bausteine des umfangreichen Baukastens für die Mollerstadt

1 – Dachflächenbegrünung
2 – Fassadenbegrünung, Blumenkästen und Container
3 – Hängende Gärten über den Strassenzügen
4 – Baumpflanzungen
5 – Wasserspeicher und Luftbefeuchter – Teiche, Zisternen
6 – Vertikale Pflanz- Moos-, Kräuterwände mit Bewässerung
7 – Photovoltaik-, Photothermie auf schrägen Dächern
8 – Vertikale Windräder

Riechen, Hören, Sehen, Tasten – ein lebenswertes Viertel

In dem Entwurf für die Mollerstadt greifen wir auf alle sinnvoll und finanziell machbaren Bausteine zu. Die energetische Sanierung ist ebenso ein Ziel der Stadt, wie auch die klimatische Verbesserung der gesamten Innenstadt. Dabei helfen die Pflanzen mit ihrer Aufnahmefähigkeit von Feinstaub und Stickoxiden, wie auch der Produktion von Sauerstoff. Lebensräume für Vögel, Insekten und Bestäuber bilden sich und steigern die Biodiversität. Die Initiative achtet auf jeden noch so kleinen Lebensraum an der Strasse oder dem Hinterhof. Zudem vermindert das Blattwerk Lautstärke und Schall in den Straßen. Wasser, Wasserspiele, Wasserspeicherung in den Innenhöfen hat in diesem Entwurf eine mehrfach wichtige Bedeutung!

Grafenstrasse – Das Stadthaus – ein »dekorativ-Biodiverses« beispiel

R.u.: Entwurf der Flächengestaltung am Stadthaus / Grafenstraße (Link zur Magistratsvorlage)
Grosses Bild: Überarbeitung des vorhandenen Planes unter den Aspekten der Kühlung und Biodiversität

Während der Planung zur Neugestaltung der Grafenstrasse wurde auch der Vorplatz des Stadthauses bedacht. Dieser Entwurf geht uns ökologisch und landschaftsgestalterisch nicht weit genug. Hier gibt es die Möglichkeit auf einer städtischen Fläche den Bürgern zu zeigen, was ökologisch vielfältig und energetisch möglich ist.

Die Vorstellungen der kühlenden, anregenden, essbaren Mollerstadt wird hier exemplarisch gezeigt und ein Aufenthaltsort mit hoher Qualität geschaffen. Eine Zusammenstellung heimischer Pflanzen bilden in diesem Entwurf das Grundthema.

Dekorativ und biodivers – »Deko-diversität«


HINWEIS:

Der hier vorliegende Grobentwurf soll eine Anregung sein, über den bisher vielfach diskutierten Rahmen zu blicken. Er maßt sich nicht an, die Lösung aller Fragestellungen rund um die Mollerstadt zu sein. Unter der sich ständig verändernden Aufgabenpalette gehört seit 2018 vermehrt der Blick auf Luftschadstoffe und die Überhitzung der sommerlichen Stadt hinzu. Wir sind der Meinung, daß bei den Planungen ein »radikaleres Überdenken« angebracht ist und möchten mit dieser Skizze einen Diskussionsbeitrag leisten.


INFOBOX


Initiative Essbares Darmstadt
Kontakt: idee(at)essbaresdarmstadt.de
Website: www.essbaresdarmstadt.de
Facebook: www.facebook.com/InitiativeEssbaresDarmstadt
Telefon: 0179 – 136 55 44


STANDORT
Mollerstadt Darmstadt


BEGINN DES PROJEKTES FÜR DIE INITIATIVE ESSBARES DARMSTADT
Januar 2019


PATEN
Dieter Krellmann, Anna Arnold, Raissa Ulbrich, Adrian Jost


Download der PDF-Datei des Entwurfes
PDF zum Download (1 MB)

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