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Die Essbare Stadt Andernach und Heike Boomgaarden wurde vielfach preisgekrönt und deren erfolgreiche Umsetzung gilt als internationales Vorreiterprojekt der »Urban Gardening-Bewegung« (= Gärtnern in der Stadt) und der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Das 30.000 Einwohner-Städtchen dient vielen Gemeinden als Vorbild und Vision, ihre Stadt grün und essbar zu machen. Statt »Betreten verboten« heißt es hier »Pflücken erlaubt«. Obst und Gemüsebeete ziehen sich rund um die Schlossruine im Zentrum am Stadtrand wurde eine rund 13 Hektar große Permakultur angelegt. In den Blumenrabatten wachsen neben Blühpflanzen auch Mangold, Kohl und Beerenobst. Seit 2010 entstand eine hohe Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und gleichzeitig kann man dort seinen Speiseplan ergänzen. Bspw. wurden im letzten Jahr 30 alte samenfeste Tomatensorten oder vielfältigste Bohnen gepflanzt, deren Nachkommen nun in privaten Gärten Jahr für Jahr neu ausgesät werden.

In Darmstadt möchten wir einen großen Schritt weiter gehen und einen ökologischen und sozialen Umbau unserer Stadt mit gestalten. Im Hinblick auf den Masterplan 2030+ und der günstigen politischen Situation – einer lebendigen, wachsenden Stadt, in der viele engagierte und interessierte Menschen, ökologische, soziale Gruppen, Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Verbände, Firmen, usw., beheimatet sind. Eines der Wünsche ist es, das vielseitige Wissen aller, mit in diese Gestaltung einfließen zu lassen und die Informationen weit gestreut, zur Verfügung zu stellen. Das Gärtnern im Essbaren Darmstadt darf und soll einfach sein! Nicht jeder muss für sich allein und erneut klären, ob und was von Stadt und Stadtverwaltung erlaubt ist oder unterstützt wird. So versteht die Initiative sich als Vermittler, Kontakter und leicht zugängliche Plattform alten Wissens und neuer Ideen.
Deshalb möchten wir in Kooperation mit Akteuren der Stadt die verschiedenen Materialen (Erde, Erdproben, Pflanzen, Know-how, Wasser, …) im besten Fall sogar kostenlos zur Verfügung stellen.

Die »Initiative Essbares Darmstadt« möchte mitwirken, die Stadt mit vielfältigen Pflanzen (Kräutern zum Kochen, Gemüse zum Schnabulieren, Obst auf dem Weg zur Schule, essbare Blüten für Mensch und Tier) zu begrünen. Blühende Straßen und essbare Rabatten werden verbunden mit Kunst und Kultur. Dies führt auch zur Schaffung von guten Arbeitsplätzen in der Umwelt. Flächen werden entstehen, an denen sich unterschiedliche Menschen – alt & jung, verschiedener Kulturen – begegnen können. Soziale Ungleichgewichte können durch diesen neuen Gemeinsinn geglättet und auch schwierige soziale Gruppen mit eingebunden werden.

Wir möchten alle Sinne und die Wahrnehmung anregen. »Nur was man kennt, das kann man auch lieben«. Mit diesem Gedanken ist ein weiterer wichtiger Aspekt angeschnitten; der, des informellen Lernens (das Lernen außerhalb der Klassenräume und Bildungsinstitutionen). Erklärungen, Rezepte und Geschichten werden bald in Darmstadt zum Verweilen einladen.

In einer Essbaren Stadt ist eine vielfältige Pflanzenwelt und Biodiverstität unabdingbar – und das nicht nur für die Menschen, sondern auch für Tiere (Insekten/Bienen/…).

In den letzten Jahren sind in Darmstadt viele Gärten, Hochbeete und Nachbarschaftsbeete entstanden, in denen fröhlich geplant, gepflanzt, gegossen, aber auch geerntet und gemeinschaftlich gegrillt und gefeiert wird. Freuen wir uns auf ein Essbares Darmstadt!

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